"ab dafür! records" ist kein Label im eigentlichen Sinne, sondern ein Netzwerk von befreundeten Bands bzw. Solo-Künstlern, die ihre Musik (auch) als politisches Ausdrucksmedium von und für linke Subkulturen sehen. Die Stilrichtungen reichen dabei von Liedermacher über Kleinkunstpunk und Antifolk bis hin zur Blasmusik.
Jeden letzten Freitag im Monat gibt es jetzt die Begegnung der besonderen Art zu nem korrekten Preis: den Anfang machen jeweils zwei halbstündige Acts aus der Lieder-Ecke, bevor dann eine wilde Kapelle zum Tanz aufspielt.
26. September:
31. Oktober:
28. November
Pressemitteilung vom Pfefferberg/Haus13
Song X (Berlin): one-man-kleinkunstcrossover
(... or just another liedermacher)
Jörg Isermeyer, mit verschiedenen Formationen u.a. Stammgast beim Berliner
"Festival Musik & Politik", setzt sich mit seinem Solo-Projekt "Song X"
bewusst zwischen alle Stühle. Denn wie schreibt man Lieder, wenn man kein
Liedermacher seien will? Wie kann man klare politische Aussagen formulieren,
ohne Moralin-Säure abzusondern? Und wie kann man abrocken, ohne Rock-Musik zu
machen?
Pablo Picasso sprach: "Ich suche nicht, ich finde."
Aber andersrum klingt's auch gut: "Ich finde nicht, ich suche" - denn wo die
Antwort fehlt, da winkt das Experiment. Und so ist "Song X" eine Art
Forschungsprojekt, in dem persönliche Erlebnisse auf anarchischen Trash treffen,
genaue Beobachtungen mit plumpen Ein-Wort-Liedern konkurrieren und ganze Songs
auf Zuruf improvisiert werden.
Jörg Isermeyer: Gesang, akustische Gitarre & diverses
www.myspace.com/songiks
Yok (Berlin): MENSCHEN MACHEN MENSCHEN MACHEN
MENSCHEN KAPUTT
Yok tritt hier als Solist auf. Yok macht Quetschen- und Ukulelenpunk. Er singt
Lieder mit einer Haltung der Verweigerung. Seine Texte verhandeln Alltag, Politik
und das "kommunikative Auseinander". Er ist auch ein Teil der Gruppe "Revolte
Springen", hat bei "Tod und Mordschlag" gequetscht und gesungen und vor noch
längerer Zeit seine Runden als "Quetschenpaua" gedreht. Der alte Anarcho macht
seit einem viertel Jahrhundert Musik und Text auf Bühne und Strasse.
Yok rockt!
Trillke Trio (Hildesheim): Whirled Folk
Wer eine Dreier-Combo erwartet wird überrascht sein, wenn TrillkeTrio zu fünft
auf der Bühne stehen. "Whirled Folk" - bunt gemischte Weltmusik - ist ihr Ding.
Die Wurzeln liegen klar in Straßenmusik und Akustik-Folk mit Schwerpunkt in den
reichen Traditionen Osteuropas. Dazu kommen Inspirationen aus weitverstreuten
Erdteilen dieser Welt. Bunt geht es also zu, wenn Akkordeon, Geige, Cello,
Flöte und Percussion turbulenten Klezmer spielen, aufgekratzte Zirkuspolkas oder
sentimentale, bulgarische Weisen an ferne Geliebte. Im nächsten Moment werden
sie zur jamaikanischen Ska-Band mit Tuba, Saxofon und vollem Schlagzeug. Der
Tanz kann beginnen. Immergrüne Traditionals mischen sich mit frischen
Eigenkompositionen. Wer Glück hat, bekommt auch was Bayerisches oder guten
alten Frühschoppen-Ragtime um die Ohren. Lieder und Stücke aus sonnigen Gärten,
dunklen Straßen und aus der Küche - Hauptsache aus vollem Hals und tiefster
Seele. Der kreative Umgang, den TrillkeTrio mit den unterschiedlichen
Musiktraditionen pflegt, wurde mittlerweile mit einer Creole-Weltmusikpreis
aus Niedersachsen/Bremen 2006 ausgezeichnet, und dem Publikum gefiel das Ganze
so gut, dass auch der Publikumspreis der Creole-Abende an TrillkeTrio ging.
Die Band gibts seit 2002. Entstanden ist alles im selbstverwalteten Kultur- und
Wohnprojekt Trillke-Gut in Hildesheim, dem Lebensmittelpunkt der Band. Hier sind
Proberaum, Musikschule und auch das Tonstudio, in welchem die drei CDs (whirled
folk 2003, Käferherz 2004, Abfahrt 2006) aufgenommen wurden.
www.trillketrio.de
www.myspace.com/trillketrio