option weg

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Angefangen hat alles im Sommer 2006, als Steffen und Anja sich am "Wasserklops" neben der Gedächtniskirche trafen. Steffen peppelte damals, im Rahmen seiner Tätigkeit als Tierpfleger, ausgesetzte Aquariumfische wieder auf, indem er ihnen Punkrocksongs aus den Siebzigern auf dem Banjo vorspielte. Anja, die damals als Baumetikettiererin unterwegs war, fiel ihm auf, weil sie im Takt der Blindenampel mit einer Zeitung rhythmisch auf die Wasseroberfläche schlug und dabei Bärengeräusche von sich gab. Die Beiden freundeten sich an und bestritten zunächst Auftritte in einem kleinen Vorort von Koala Lumpur, nannten sich "Banda Panda" und ernährten sich von denen ihnen zugeworfenen Eukalyptusblättern. Hella sah im Spätsommer 2006 zufällig eines dieser Konzerte. Sie war gerade auf einer ihrer Kneipenverkaufstouren, bei denen sie immer versuchte, ahnungslosen Touristen eine Bastelanleitung für gebrauchte Bügelverschlüsse zu verkaufen. Weil dieses Geschäft aber schleppend bis gar nicht lief, erinnerte sie sich plötzlich wieder an ihren verstaubten selbstgefertigten Bass, den sie damals über Monate aus alten gesammelten Hamsterrädern zusammenfrickelte. Der fiepsende knatternde sound passte einwandfrei zu der von Anja gespielten Rundtonne aus Blech. Das neue Trio nannte sich nun "any mail" und trat zunächst des Öfteren in Seehundaufzuchtstationen und wenig später als "Live-Jingle-Kapelle" im Radio auf. Dort wiederum arbeitete Yok als Armaturenputzkraft im Foyer und so saßen die 4 erstmalig im Frühherbst 2006 zusammen an einem Tisch der Radiokantine bei einem Wurstpudding, Belagsbroten und 23 Schneebesen. Yok hatte musikalisch nur Erfahrungen gesammelt als Privatunterhalter für den Ameisenbären des Kantinenkochs, dem er 1x die Woche auf dem Schneidebrett vorspielen durfte.

Die 4 stellten fest, dass sie für ihre Wintermützen stets die gleichen Farben auswählen, ließen sich aufeinander ein und sind seitdem ein eingeschworenes Team.

Ihre Website: option-weg.net

VIDEOS:

Die Gitarre: die Punkstelle von "option weg"
Der Bass: ein tiefer Teppich mit nassen Fransen
Das Schlagzeug: aufladbarer Geäst-Akku und mitreißende Unruhe
Die Quetsche: ein tosender Fluss, der über die Ufer tritt
Die Geige: eine Distel, die dich umarmt
Die Ukulele: eine leise Knolle, die schräg wächst
Die Melodika: das Nichts im Dunkeln
Die Texte: emanzipatorische Poesie, die kein Eukalyptusblatt vor den Mund nimmt
Die performance: eine flatternde Plastiktüte in dunkelrot

Die CDs: